East Cape

Nach ein paar Tagen Meer entscheiden wir uns, mal weiter auf weniger touristisch ausgetretenen Pfaden zu bleiben und starten eine Tour um das East Cape mit dem Ziel Gisborne bzw. Napier und Hastings. Das East Cape ist eine Landzunge, die im Zentrum der Nordinsel zum östlichsten Teil Neuseeland führt und da wir ja auch schon am nördlichsten Punkt waren… Warum auch immer, ist das East Cape touristisch nicht so erschlossen. Es ist landschaftlich reizvoll, bergig, dann wieder atemberaubende Blicke auf das Meer, schöne Strände, ein wenig steiniger als bisher, aber da macht ja nix. Warum es da weniger Leute hin verschlägt, ist uns ein Rätsel, aber vielleicht gibt es ja einfach zu viele schöne Orte. 😉

Den Kindern gefällt die “scenic route” nur bedingt, die Frequenz der Bauchweh-Rufe nimmt anhand der kurvigen Straßen stark zu und wir müssen immer wieder Erholungspausen einlegen. Zum Glück gibt es immer wieder interessante Dinge am Wegesrand, historic trees, Eis, Spielplätze, auf denen Pferde nicht erlaubt sind…

Eigentlich klar
Brav NEBEN dem Spielplatz angeleint
Auf dem Weg zum historischen Baum

Wir finden schöne (Freedom) Camping Plätze, die alle ihren ganz speziellen Charme haben. Der erste besteht eigentlich nur aus einer großen Wiese mit vier Dixie-Klos drauf. Ich bin so la lá begeistert, die Kinder entdecken eine Riesenschaukel an einem Baum, Ingo einen steilen Pfad zum Meer, in dem sich Stachelrochen tummeln und damit ist es entschieden. Wir bleiben über Nacht und Ingo bekommt sogar gleich noch einen Fisch zum Abendessen geschenkt, aber damit hat er ja inzwischen schon Erfahrung.

Lecker Red Snapper

Am nächsten Tag kommen wir nicht weit, sondern bleiben an einem Campingplatz mit einem schönen Kieselstrand. Eigentlich wollen wir noch ein wenig “Strecke” machen, aber der Platz ist einfach zu schön. Außerdem hilft uns der Rezeptionist bei der Entscheidungsfindung: “Have you decided if you want to stay? Your time on this property has expired now.” Hört sich ein wenig schicker an, als “Zahlt oder macht euch vom Acker.” Wir bleiben, auch wenn der Kerl wenig sympathisch rüberkommt und die Nacht für eine Wiese mit Strand und Toiletten 50 Dollar kostet, immerhin war die Nacht vorher ja umsonst. Endlich mal keine Sandburg, sondern einen ordentliche Kieselsuppe am Strand…

Benjamin sammelt Grießnockerln als Vorspeise
Spaghetti und Salat als Hauptgericht

Nächster Stopp: Tokomaru Bay (den Leuchtturm im Osten haben wir uns diesmal gespart, zuviel Gravelroad für einen Haken auf der Touri-Liste…) und ein neues Highlight für die Mädels – sie treffen seit langem Mal wieder auf Kinder, die auch Deutsch sprechen und sogar noch ähnlich alt sind. Badespaß, Sandmatschen und Seligkeit mit Matilda und Polly… Da bleiben wir gleich noch einen Tag länger und stellen fest, dass die zugehörigen Eltern auch sehr nett sind. Jeff und Katharina laden uns spontan ein, auf dem Weg nach Napier auf einen Stop in Gisborne auf der Citrus Farm von Jeffs Eltern einzulegen. Schöne Aussichten!

Kinderbadespaß
Jeder braucht mal eine Erfrischung…
Tolaga Bay
Der längste (Ex-) Pier der südlichen Hemisphäre
Beach Art
Post-Pier-Spaziergangseis

Next Stop: Gisborne und dann warten auf Oma…

…to be continued

3 Antworten auf „East Cape“

  1. Liebe Birgit,
    toll, wie du immer wieder über Eure interessante Tour berichtest! Liebe Grüße, auch an Eure “Vier”, sowie an Ingo, Hilde und Werner!
    Maria Prager

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