Auckland und mehr

Unsere ersten Tage in Auckland sind ein Mischmasch aus Orga-Kram, Camper-Suche und Auckland kennenlernen.

Die Aussicht, Wohnmobile anzusehen, stößt bei den Kindern zunächst auf Begeisterung, die allerdings recht schnell verfliegt, weil so ein Wohnmobil eben doch kein Spielplatz ist und man nichts machen darf, außer das Ding anzuschauen und nicht auf einer der vielen Knöpfe oder die Hupe drücken darf, so dass die anfängliche Begeisterung ziemlich schnell in Langeweile mit den bereits erwähnten Konsequenzen umschlägt. Zum Glück sind die Kiwis alle entspannte Leute, die das ziemlich locker zu nehmen scheinen, im besten Fall dürfen die Kinder sogar Shaun, das Schaf auf Netflix gucken während Ingo seine erste Runde in einem Wohnmobil dreht.

Dann zwischendurch mal ein Ausflug nach Rangitoto Island, die eine 25-minütige Fährfahrt vor Auckland liegt, einer Vulkaninsel, der bei 50% der Kinder auf Begeisterung stößt und bei der anderen Hälfte auf Sorge, der Vulkan könnte Feuer spucken. Wir machen uns auf den Weg Richtung Vulkan, doch es ist ziemlich warm und unsere Kinder sind eher lauffaul und haben wenig Lust, den Vulkan zu besteigen. Natalie stopft sich die Hosentaschen mit Vulkansteinchen voll und Carlotta drängelt, dass wir schneller laufen sollen, damit wir noch oben ankommen. Das gelingt uns leider nicht mehr (sehr zu Carlottas Enttäuschung), nicht nur wegen der lauffaulen Kindern, sondern vor allem weil wir es  jetlagbedingt erst mittags auf die Fähre schaffen und die letzte, laut Crew, bereits um vier Uhr nachmittags zurückgeht. Tatsächlich ist die Schlange am Anlegesteg der Fähre sehr lange und ungefähr drei oder vier Leute vor uns ist Einlassstop wegen der begrenzten Anzahl an Schwimmwesten an Bord mit dem Hinweis, dass um fünf nochmal ein Boot kommt. Grr…

Vulkansteinschatzsuche
Der Vulkan ruft…

Ein weiteres Ausflugsziel ist Muriwai Beach an der Westküste, ein scheinbar endloser Strand aus dunklem Lavasand mit ziemlich starken Wellen und sehr viel Wind, so dass man eigentlich nur Surfer im Meer sieht. Es ist wieder Sandburg bauen und Strandschätze suchen angesagt. Mittags Essen in einem kleinen Surfer-Café in der Nähe und als Nachtisch Eis und Cappuccino und wieder einer von diesen coolen neuseeländischen Spielplätzen. Zum Abschluss gibt es noch ein Miniwanderweg auf die Klippen hinauf zu einer Vogelkolonie, die einen der Felsen bevölkern und dort brüten – ein spektakulärer Anblick (anscheinend steht der in irgendeinem japanischen Reiseführer, denn wir treffen dort Horden von Japanern mit Fotoapparaten und Handys). Alles in allem ein sehr gelungener Tag und willkommene Abwechslung zum ganzen Orga-Kram.

Muriwai Beach
Muriwai-Sandbengel

Dann ist es endlich so weit – wir haben ein Wohnmobil gefunden, dass uns gefällt und vor allem auch groß genug für uns alle ist. 

Das Kraupa-Mobil

Das nächste Abenteuer startet. Allerdings bedeutet das auch wieder zusätzlichen Orgakram, sauber machen, packen, einräumen, Campingausrüstung besorgen etc., lauter Dinge, die den Kindern wenig Freude bereitet, was wiederum uns Stress macht, so dass die Stimmung mitunter etwas gereizt ist und sich erste Anfälle von Heimweh zeigen, bis es endlich losgeht.

Den sollten wir auch mal nehmen 😉
Spielplatzspaß zwischendurch

Die ersten zwei Nächte im Campervan verbringen wir in Takapuna Beach Holiday Park, gleich ums Eck, in bereits bekannter Umgebung zum Testen, wie das Ganze so funktioniert. Dann geht es weiter Richtung Norden – Northland ist das erste Ziel ohne Ziel.

Takapuna-Beachblick aus dem Kraupa-Mobil

Auch beim zweiten Stellplatz landen wir in bereits bekannten Gefilden – Long Bay Beach Regional Park. Diesmal haben wir allerdings keinen Campingplatz mit warmen Duschen, Küche, Stromanschluss und Internet, nur öffentliche Toiletten (übrigens sind fast alle hier bislang in vergleichsweise ordentlichem Zustand), einen Stellplatz für 16 Dollar, nachts alles dunkel und das kontinuierliche Rauschen des Meers…

Nett, oder?
Long Bay Beach Baum
Long Bay Beach-Spaß: Vier gegen Mama

2 Antworten auf „Auckland und mehr“

  1. Schön von euch zu lesen und die strahlenden Kinder zu sehen. Ob Natalie einen kleinen Vulkanstein für mich sammelt? Gutes Eingewöhnen weiterhin und herzliche Grüße aus der kühlen und vernebelten Heimat ?

  2. sehr schöne Geschichte. Ich glaube, dass Vulkansteinschatzsuche viel interessanter war als Schatzsuche bei der Wöhrder Wiese:) Kraupa´s Wohnmobil ist auch cool. Viel Spaß noch)))
    Liebe Grüße aus Passau!

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