On the road again

Nachdem sich die Corona-Hiobsbotschaften aus Deutschland und dem Rest der Welt überschlagen, fünf Wochen vorzeitige Osterferien, Wahnsinn, geht es uns hier in Neuseeland coronatechnisch noch ziemlich gut (man kann nur hoffen, dass sich die Lage bessert, sonst dürfen wir am Ende nicht über Singapur zurückreisen…): Eine sehr überschaubare Anzahl an Kranken auf der Nordinsel (!), wenig Hamsterkäufe und wir sind nach der Abreise der Großeltern wieder unterwegs. Zwar wird es hier jetzt auch langsam Herbst, aber der kann ja bekanntlich auch sehr golden und schön sein.

Es klappert der Herbst…

Nachdem der Abreise von Oma und Opa bleiben wir zunächst noch ein wenig freiwillig – unfreiwillig in Christchurch, das wir beim ersten Stopp nur kurz besucht haben. Verschiedenste Attraktionen und Ecken wollen noch erkundet werden. Zum Beispiel das International Antarctic Centre, in dem man nicht nur Huskies streicheln kann, sondern einen Schneesturm erleben, eine Schneemobilfahrt machen und in einem 4D-Kino arktische Abenteuer erleben kann usw. Echt irre…

Benjamin und Natalie als Testfahrer
Fahrt mit einem Hagglund, besser als Achterbahn
Windige Sonnenpause kleiner Pinguine

Der unfreiwillige Teil unseres Aufenthalts in Christchurch besteht darin, dass Ingo in der Zwischenzeit versucht, eine Werkstatt zu finden, die sich unserer Bremsen annimmt, die beider jeder Ampel schon so grauenhafte Geräusche von sich geben, dass man fürchten muss, dass sie beim nächsten Mal einfach nicht mehr funktionieren. An einem Freitag nicht ganz so einfach wie erhofft und er wird auf den kommenden Montag vertröstet, d.h. wir müssen das Wochenende irgendwie “totschlagen” und entscheiden uns dafür nach Akaroa zu fahren, ein “französisches Städtchen” auf einer kleineren Landzunge knapp zwei Stunden südöstlich von CHC. Tatsächlich ist es ein hübsches kleines Örtchen, in dem man Baguette, Crepe und andere Leckereien gallischen Ursprungs bei Menschen mit französischen Akzent kaufen kann. Allerdings ist es auch überschwemmt von Kreuzfahrtschiffpassagieren, die in Massen mit kleinen Booten von zwei riesigen Schiffen, die in der Bucht vor Anker liegen, hergekarrt werden. Nett, aber auch ein wenig bizarr.

Oh, la lá…
Besuch auf einer Alpaca-Farm für die lieben Kleinen bei Akaroa
So viele fluffige Knuddeltiere
Weinprobe für uns

Die Bremsen überstehen zum Glück noch die Rückfahrt und wir sind wieder in Christchurch. Der Camper wird Montagmorgen um acht bei der Werkstatt abgegeben, wir machen uns auf die Suche nach einem leckeren Frühstück und finden tatsächlich das leckerste, das wir bisher in Neuseeland gegessen haben. Endlich mal was ohne stinkig-fettigen Bacon. Nachdem wir nicht wissen, wann das Auto wieder fahrbereit ist, laufen wir weiter Richtung Stadtzentrum, machen schließlich eine Hop on- Hop off-Fahrt auf der antiken Tram und landen schließlich wegen des windigen Wetters in der Central Library, in der es einen riesigen Kinderbereich mit Lego, Duplo, Verkleidungskisten, Büchern, Sofas, Kuschelecken etc. etc. und gutem WLAN gibt. So lässt es sich aushalten…

Erstbesteigung des berüchtigten gelben Felsen
Familienbereich in der Central Library
Astronautenduplostation

Leider zwingt uns ein kleines Manövriermaleur gleich noch mal zu einem Werkstattbesuch. Mit einem nigelnagelneuen Auspuff und neuen Haarschnitten für fast alle (nur Moritz weigert sich vehement und ich freue mich unbändig, neue Strähnchen plus Haare schneiden dauert gut zwei Stunden ganz ohne Kinder 😉 ) – irgendwie muss die Wartezeit ja sinnvoll überbrückt werden – geht dann endlich von Christchurch weiter Richtung Süden…

Juhu, endlich kein Ziepen mehr beim Kämmen
Und der Rest kriegt auch wieder die Haare schön im Retrosalon

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