Südinsel: Picton – Kaikoura – Christchurch – Edoras

Wie alle, die mit der Fähre kommen, starten wir auf der Südinsel in Picton, einem kleinem Städtchen, in dem die die großen Fähren ankommen. Das hat mal wieder einen unglaublichen Spielplatz zu bieten. Wir bleiben einen Tag, die Mädels finden ein deutsches Mädchen zum Spielen, es gibt Waschmaschinen mit Heißwaschprogramm und außerdem muss man sich nach der inzwischen sehr trocknen Nordinsel erstmal an das ganze Grün gewöhnen. Außerdem machen wir einen Bootsausflug nach Lochmara, einer kleine Bucht, mit Kunstwerken an jeder Ecke, einem Unterwasser-Aquarium, jede Menge Hängematten zum Herumlümmeln, Schildkröten und Papageien und einem kleinen Hotel, das leckeren Cappuccino macht…

Hafen-Wasser-Spielplatz Picton
Kaffee und Eis-Pause in Lochmara
Wir werden beobachtet

Nächster Stopp ist in Kaikoura: Auf dem Weg dorthin stoppen wir an einem der größten Weingüter, probieren neuseeländischen Wein, lassen uns ein paar Picknicksachen zusammenstellen und machen uns auf eine Rundfahrt durch das riesige Weingut. Leider ist es an diese Tag extrem windig, so dass das mit dem Picknick nicht ganz so idyllisch wird wie gedacht. Schließlich finden wir einen wunderbaren, windgeschützen Picknickplatz in einer kleinen Senke neben einem Butterfly-Garden (bei dem bei dem Wind aber auch nichts fliegt) und einem Hühnerstall, aus dem die Kleine Nachtmusik ertönt. Das müssen beglückte Hühner sein… Wein, Käse und Cracker-Knabberzeugs werden ausgepackt, der Rosé wird noch einmal getestet und für trinkbar befunden (die neuseeländischen Weine überzeugen uns bis dato leider nicht wirklich, dafür sind wir einfach zu viele gute spanische, italienische, österreichische etc. Weine von zuhause gewöhnt, dass so ein hiesiger Merlot oder Pinot Noir einfach schlechte Karten hat).

Wein, Käse und Sturmfrisur

In Kaikoura bleiben wir zwei Nächte und sehen uns die Seals an, Highlight Nr. 1.

Die Robbe hat die Ruhe weg

Am zweiten Tag gibt es einen Damenausflug, Highlight Nr 2: Wir machen eine whale watching-Bootstour. Mit dem Boot fahren wir ein Stück raus zu einem tiefen Unterwassergraben, wo sich die Wale gerne tummeln, wie uns die Crew an Bord erklärt. Natalie ist ob der etwas wackeligen Fahrt ein wenig flau und sie st froh, als wir endlich anhalten, um nach dem Wal Ausschau zu halten. Ein Crew-Mitglied hält eine Art “Unterwasserohr” ins Meer, um zu hören, ob ein Wal da ist und tatsächlich..

Es spritzt
Auch ein Pottwalrücken kann entzücken
Der Abtauchbuckel
Ein Abschiedsgruß mit der Schwanzflosse

Das Ganze bekommen wir gleich zweimal gezeigt. Oma, Mädels, alle sind wir entzückt. Auf dem Weg zurück gleich das nächste Spektakel: Eine große Gruppe Delfine begleitet uns, sie springen aus dem Wasser, alleine zu mehreren, Carlotta ruft nur noch “Ui, ui!” und ist begeistert.

Flup, der kleine Flipper

Dann geht es nach Christchurch, wo Ingo einen Kollegen treffen will, der zufällig gerade da ist. Am Campingplatz hat groß und klein Spaß, Christchurch hat natürlich ebenfalls gigantische Spielplätze, Parks, Museen und wirklich einige schöne Ecken, was nach dem großen Erdbeben von 2012 und den Erzählungen darüber überrascht. Irgendwie erwartet man vor allem hässliche Neubauten, aber das ist nicht der Fall. Stattdessen auch viele schöne ältere Häuser im viktorianischen Still (wenn auch z.T. noch abgestützt).

Spaß für groß…
…und klein
Belesene Kinder

Fazit: Christchurch gefällt besser als erwartet und nachdem wir Oma und Opa da ja sowieso zum Flughafen bringen müssen, werden wir es auf jeden Fall nochmal genauer ansehen… Nächste Station ist mal wieder gänzlich abseits jeglicher Zivilisation, quasi mythisch-phantastisch…

Edoras

Etwa zweieinhalb Stunden von der größten Stadt der Südinsel fahren wir auf einer Dead End-Schotterpiste und mit jeden Kilometer mehr hinein ins Tal, scheint es wahrscheinlicher, gleich einer Schar Reiter aus Rohan zu begegnen. Wir übernachten in einer einsamen Lodge und machen uns auf den Weg zu Mount Sunday, auf Frodos und Legolas Spuren.

Mount Sunday – auf der Suche nach dem Ring
Oben angekommen

Am nächsten Tag ein seltener Luxus, Ingo und ich dürfen uns für eine Fahrradtour zu zweit abseilen, die Kinder haben einen deutschsprachigen Spielkameraden gefunden und Oma und Opa passen derweil auf die lieben Kleinen auf. Wir fahren die Schotterpiste weiter ins Tal hinein bis zum Dead End. Erst ist es noch sonnig und warm (natürlich während wir bergauf müssen), dann ziehen langsam die vorhergesagten Regenwolken auf und verursachen irre Lichtverhältnisse. Gleich kommen die Orks könnte man meinen.

Nach einer dreiviertel Stunde etwa sind wir am Ende der dirt road angekommen, bei der Erewhon Station (dem belesenen Anglisten mag dies irgendwie bekannt vorkommen), wir fahren noch in Stückchen weiter, bevor wir angesichts der immer dichteren Wolken den Rückweg antreten.

“Farm of the working horse” in the middle of nowhere
Working horse
Working horse

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