Wir haben zwei schöne Tage in Gisborne auf der Citrus-Farm mit Jeff und Katharina und ihrer Familie. Die Mädchen sind glücklich, eine gleichaltrige Spielgefährtin, ein Plantschbecken und die Jungs entdecken eine Kinderküche, Autos und Mandarinen zum Selberpflücken, die Mamas und Papas erkunden ein Weingut. Wunderbar!



Dann heißt es “Zeit totschlagen” bis Oma und Opa kommen, die uns ein wenig auf unserer Reise begleiten werden.
Nachdem uns die Zeit bis zur Ankunft der Großeltern ein wenig knapp wird und wir nicht die ganze Zeit fahren wollen, entscheiden wir uns nicht weiter nach Napier zu fahren, sondern wieder nach Norden, Richtung Auckland und landen mal wieder an der Bay of Plenty, am Island View Campingplatz – mit Blick auf den Vulkan auf White Island, der immer noch raucht. Weil die Aussicht so schön ist und der Campingplatz auch, bleiben wir zwei Nächte bevor wir weiter Richtung Norden fahren und in Tauranga landen. Wir schauen uns den angeblich schönsten Strand Neuseelands beim Mount Manganui an und sind nicht überzeugt. Schön ja, aber der Schönste? (Irgendwann ist man etwas verwöhnt, was schöne Strände angeht, wenn man hier länger unterwegs ist…)

Weil Pizza essen und Spielplatz solange dauert, ist es schon zu spät für einen Campingplatz und wir müssen uns einen Freedom Campingplatz suchen, was in Tauranga gar nicht so leicht ist, zumindest, wenn man einen halbwegs schönen haben will. Wir entscheiden uns für einen größeren Parkplatz mit Camperstellplätzen in Hafennähe. Schließlich wollen wir nur übernachten und am nächsten Tag gleich weiter nach Rotorua. Mitten in der Nacht fängt der Kühlschrank an zu piepen – Warmalarm – und schaltet dann ab. Super. Beim Versuch, das Problem zu beheben, stellen wir fest, dass wir gar keinen Strom mehr haben und ganz ohne Strom lässt sich der Kühlschrank auch nicht auf Gasbetrieb umschalten. Hurra. Wir müssen uns also mitten in der Nacht aufmachen und Strom finden. Irgendwo in einem Gewerbe- und Einkaufsgebiet finden wir eine Steckdose, in die wir uns (unerlaubterweise) einstöpseln und – Abrakadabra – können wir das Problem beheben. Wieder zurück zum Parkplatz wollen wir nicht und Ingo entdeckt einen Freedom Stellplatz bei einem Walderlebnisplatz auf dem Weg nach Rotorua. Die Sonne geht schon auf, als wir ankommen. Zum Glück schlafen alle noch einmal ein und wir holen den versäumten Schlaf ein wenig nach. Frische Waldluft, Ruhe…
Nach dem Frühstück machen wir (unter Protest) einen kleinen Waldspaziergang bevor wir weiterfahren. Dann geht es endlich zur Luge. Carlotta wünscht sich schon länger mal ein wenig Action, weil wir immer nur so langweilige Sachen machen, sagt sie. Außerdem ist es voll gemein, dass immer nur Erwachsene die coolen Sachen machen dürfen, meint sie, Dinge wie, Bungee Jumping, Fallschirm springen, in riesigen Bällen den Berg herunterrollen, Ziplining und usw. usw. Also bemühen wir uns mal um ein wenig Action. Kindgerecht versteht sich. Mit Gondel und Sessellift den Berg rauf und dann mit Karacho wieder runter…


Die Jungs müssen bei uns mitfahren und die Mädels alleine, was gar nicht so leicht ist, wie es von oben aussieht. Carlotta bekommt Angst vor dem eigenen Mut und fährt nach der ersten Abfahrt alleine nur noch als Beifahrerin. Doch ein wenig zu viel Action. In jedem Fall ein nachmittagfüllendes Programm und abends haben wir wieder as Problem, dass wir nicht so recht wissen, wo wir übernachten wollen, nur eines ist sicher, nochmal nach Rotorua reinfahren, kommt nicht in Frage, zu schwefelig…
Ingo findet einen Stellplatz bei einer Autorennbahn ganz in der Nähe. Warum nicht. Wir fahren hin und stellen fest, dass da tatsächlich gerade ein Autorennen stattfindet. Der krönende Abschluss des Tages ist also ein Autorennen, es gibt für alles ein erstes Mal…


Ein lautes Ende eines ereignisreichen Tages…