Erstmals seit wir hier sind, erleben wir richtig heftigen Regen, zum Glück nicht sehr lange (und wir sind immer noch froh, dass wir uns nach unserer Ankunft entschieden haben, erstmal die Nordinsel anzusehen, sonst hätten wir uns vor Schietwetter und mieser Stimmung wahrscheinlich gar nicht retten können…). So ein paar Schauer hier und da hatten wir ja schon ab und zu, aber dieses Mal ist es echt mal fieser, heftiger Regen mit ziemlichen Böen, der einen binnen kürzester Zeit komplett durchnässt.
Es erwischt uns zum ersten Mal bei einem Ausflug mit einer Minieisenbahn auf der Coromandel-Peninsula, die ein Töpfer mit seinen Töpferkünstlerkollegen gebaut hat, um den Ton vom Berg in die Töpferwerkstätten zu transportieren (so habe ich das zumindest verstanden). Der kleine, offene Zug und sein Weg durch den Wald, rechts und links immer wieder verziert mit Tonskulpturen und allerlei anderen Kunstwerken am Wegesrand, bis hin zum “Eyefull Tower” sind spektulär. Man fährt auf schmalen Schienen durch den Regenwald, immer ziemlich steil nach oben, immer mal wieder atemberaubende Ausblicke auf Meer oder eben unerwartete Kunstwerke zu beiden Seiten des Weges. Leider beginnt es schon zu Beginn der Fahrt zu regnen, was den Start schon etwas ungemütlich gemacht, aber mit Regenjacken und die Kinder noch zusätzlich Gummistiefel ausgerüstet, geht es los. Nach kurzer Zeit schüttet es aus allen Löchern und der besagte Wind führt dazu, dass das Dach über uns zwar den Regen von oben abhält, aber von den Seiten weht es uns nass. Brr… Unten angekommen machen wir eine “Zwangspause” mit heißer Schokolade und Kaffee, weil wir es immer noch so schüttet, dass wir den kurzen Weg zum Wohnmobil scheuen.


Auch an den darauffolgenden Tagen ist uns der Wettergott nicht so hold, immer wieder heftige Schauer und starker Wind. Wir machen Stop in Miranda an einem Campingplatz mit Thermalschwimmbecken. Kaum sind die Kinder im Becken, öffnet der Himmel mal wieder seine Pforten, aber im badewannenwarmen Thermalbecken mit Sonnensegel lässt sich so ein Wolkenbruch ganz gut aushalten.

Nächster Outdoor-Aktivitätsversuch: Wir wollen einen kleinen “Walk” durch eine Schlucht in der Nähe von Waihi machen, die uns auf der Fahrt schon angelacht hat. Aber just angekommen, fängt es wieder an zu regnen und winden. Der Gedanke, die Kinder bei diesem Wetter aus dem Wohnmobil zu scheuchen, ist nicht besonders erquicklich. Nichts gegen Wandern, im Gegenteil, das würde ich gerne öfter machen, aber bei so einem Wetter… (und jetzt bitte nicht “Es gibt kein falsches Wetter nur falsche Kleidung”-Spruch 😉 ) Am Parkplatz angekommen, lässt der Regen etwas nach und Ingo nötigt uns nach draußen. Same procedure, Regenjacken an, die Kinder werden mit alten Eisenbahntunneln und Taschenlampen nach draußen gelockt und los geht es. Diesmal ein “Loop” über alte Hängebrücken, am ehemaligen Goldgräberfluß entlang, vorbei an diversen Goldwaschruinen durch einen alten Eisenbahntunnel (1,5 km lang!) wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auch hier erwischt uns am Ausgang des Tunnels ein heftiger Schauer auf dem Weg zurück zum Kraupa-Mobil. Schon wieder nass, aber die Kinder tragen es mit Fassung. Coole Wanderung, nur ein wenig nass eben…




Noch ein paar Eindrücke von der Coromandel-Peninsula und vom Weg zwischen Coromandel, Paeroa und Waihi-Beach…






Dann ist euer Wetter nicht anders als unseres. Wahrscheinlich ist es ein wenig wärmer.
Schönes Weihnachtsfest euch 2×2+2 😉
Schon wieder Sommer… 😉