Kleine Highlights auf dem Weg zurück…

Auf dem Weg wieder zurück Richtung Auckland gibt es natürlich auch wieder das eine oder andere Highlight. Nachdem wir die Ostküste im Norden ziemlich “abgegrast” haben, halten wir auf dem Rückweg von Cape Reinga mal eher an die Westküste, die zwar auch schön ist, mich aber nicht so sehr begeistert, wie der Osten.

Nachdem wir uns schon seit geraumer Zeit an der Kauri-Coast befinden, ist es auch an der Zeit, endlich mal diese riesigen Bäume bewusst anzusehen. Viel hört man überall über eine Krankheit, die diese Baumriesen dahinrafft und sieht immer wieder die Vorsichsmaßnahmen, die getroffen werden, damit sie sich nicht weiter verbreitet. An den Eingängen zu Naturparks gibt es immer wieder Schuhreinigungsstationen, damit die Wandersleut` nicht versehentlich die Krankheit einschleppen.

Auch das Crogs-Profil will gereinigt werden

Wie es der Zufall so will, führt uns der Weg nach Süden durch den Waipoua Forest am größten und ältesten Kauribaum Neuseelands vobei, dem Tane Mahuta, gut 50m hoch und sein Alter wird auf 1500-2000 Jahre geschätzt. Damit ihm ja nichts passiert, müssen zunächst die Schuhe gereinigt und desinfiziert werden, danach führt ein Holzpfad durch den Wald und nach schlappen 5 min ist man auch angekommen (das haben diesmal alle ohne großes Murren geschafft). Natürlich darf man nicht an den Baum ran, es sitzt sogar ein Baumwächer da, der aufpasst, dass niemand über das Geländer klettert und unerlaubterweise zum Baum läuft. Also, obligatorisches Foto gemacht (dummerweise ist der Baum so hoch, dass man ihn von der Aussichtsplattform aus gar nicht ganz auf das Bild bekommt) und wieder zurück. Tatsächlich haben wir auf unserem Weg durch den Norden schon viele Kauri-Leichen stehen sehen, Geisterbäume, die ein wenig an Caspar David Friedrich erinnern, nur ganz bleich.

Außerdem schauen wir einen Gumdiggers Place an, d.h. einen Ort, an dem im 19. Jahrhundert nach Kauri Gum, also Kauri-Bernstein gegraben wurde. Auch hier gibt es einen befestigten Pfad, was echt gut ist, denn der Wald gleicht einem Schweizer Käse, überall große Löcher im Boden (nachdem diesmal Moritz Theater macht, bin ich kurz versucht, in einem der Löcher abzustellen und ihn später wieder abzuholen, wenn ich mir alles in Ruhe angesehen habe). Benjamin meckert nicht, es gibt genug alte Maschinen, Bohrer, Sägen etc., die spannend sind.

Tane Mahuta

Nachts bleiben wir auf einem Campground im Waipoua Forest, in dem es sehr zum Entzücken der Jungs einen alten ausrangierten, blau angemalten Traktor zum Spielen gibt und einen Schaukel, auf dem man in den Himmel schaukeln kann, so hoch. Leider gibt es auch noch unendlich viele Mücken, so dass sogar ich mal gestochen werde. Außerdem werden wir von einer Unmenge winziger kleiner brauner Käfer invadiert, die auf einmal überall herumkrabbeln. Bäh!

Ein weiterer Zufallsstop auf der Suche nach einem Nachtquartier, d.h. einem Stellplatz für unser Kraupa-Mobil führt uns ab von den ausgetrampelten Pfaden zu einer Farm, Tui Inn, irgendwo in der Pampa, wo es nicht nur alte Dreiräder und Roller gibt, sondern auch noch Pferde, Kühe, Schafe und zwei Welpen. Carlotta und besonders Natalie sind hin und weg. Moritz jammert über Bauchschmerzen und dass es stinkt, weil der Farmer gerade einem geschlachtetes Wildschwein die Borsten abbrennt und Benjamin ist mit seinem Dreirad glücklich. Wir bekommen Fisch geschenkt und Ingo kocht uns ein leckeres Abendmahl, das leider bei den Kindern wenig Anklang findet. Fisch, der nicht wie Fischstäbchen aussieht, wird verweigert. Na gut, dann gibt es halt Reis mit ohne alles und ein bisschen Gurke, Karotte und Tomate dazu. Die Kinder sind zufrieden, der Vater hat einen Eiweißschock und ich muss Moritz betüdeln, dem es schlecht ist.

Pferde füttern
Glückliches Hausschwein
Die Sau, die stinkt, iiih
Jagdtrophäen und andere Kuriositäten in der Cabin
Armer, kranker Moritz
Lecker Snapper von Maitre Ingo

Die Nacht ist nicht so erquicklich, Moritz muss das angetaute Eis vom Nachmittag wieder von sich geben, der Arme, und ich muss raus in die dunkle Nacht, die Auswürfe im Plumpsklo entsorgen, das auch schon bessere Tage gesehen hat (Die letzten Farmstay-Gäste scheinen schon etwas her gewesen zu sein). Zum Glück ist irgendwann der Magen leer, das Kind schläft ein und ich auch.

Am nächsten Tag ist mein Nervenkostüm etwas dünn, denn die Nachtruhe mit kotzendem Kind war ja auch eher dünn. Auch Carlotta ist angeschlagen und hustet seit ein paar Tagen richtig heftig, so dass ich der Wasserratte Badeverbot erteilen muss. Miese Stimmung, besonders als wir beim Lake Kai Iwi Mittagspause machen.

Seestrand

Versöhnlicher dann abends in Baylys Beach: Unweit des Campingplatzes bei der einzigen Dorfkneipe, -bar und -restaurant gibt es einen richtigen Sandkasten und es kommt noch besser, es sind große Laster und Bagger drin (nicht dass wir nicht ständig an irgendwelchen Stränden Sand spielen könnten…). Alles ist wieder gut!

Sandkastenglück

Letzte Stops vor neuen Ufern südlich von Auckland ist mal wieder Whangerei (da gibt es einen wunderbaren Spielzeugladen fürs Christmas-Shopping), außerdem finden wir es dort einfach schön und Takapuna Beach, Auckland. Schöner Strand, super Spielplatz, leckeres Eis, leckerer Kaffee und leckeres Brot…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert