
Die Corona-Ereignisse überschlagen sich. Jetzt ist es auch hier soweit. In 48 Stunden ist auch hier in Neuseeland complete lockdown, höchste Corona-Alarmstufe. Das heißt, nichts geht mehr, keine Campingplatz, keine Freedom Campingplätze mehr, keine Spielplätze, keine Touristenattraktionen mehr, gar nichts. Sowie in Deutschland daheim eben. (Ihr seid das ja schon ein wenig gewöhnt, für uns kommt das jetzt alles ziemlich plötzlich… 😉 Damit ist es auch im ziemlich autarken Wohnmobil doof, weil man ja effektiv nirgendwo mehr stehen kann und die Kinder nicht sehr viel machen können außer Wandern (da schreien ja alle immer gleich Hurra) und Radfahren irgendwo im Nichts bzw. im 2m-Abstand. Die Hamstereinkäufe gibt es jetzt auch hier.
Insgesamt gibt es hier gerade 102 bestätigte Coronafälle, die meisten sind wohl auf “overseas travels” zurückzuführen”, nur bei zweien ist man sich nicht sicher, wie die Ansteckung stattgefunden hat. (Es gab es wohl diverse Backpacker, die nach dem 1. März eingereist sind und sich nicht an die “self isolation” Auflagen gehalten haben, so dass an einigen Touristenspots Corona-Fälle aufgetreten sind.) Ob das wohl ein Grund ist, warum die Kiwis in den letzten Tagen eher etwas reserviert und nicht, wie gewöhnlich, sehr zuvorkommend verhalten haben? Vielleicht ist auch die Wahrnehmug schon etwas Corona-getrübt… Damit das Ganze nicht ausartet wie anderso, zieht die Regierung wohl jetzt die Reißleine, d.h. noch zwei Tage Galgenfrist um sich zu sortieren und zu hamstern und dann heißt es daheim bleiben. Allen Touristen wird natürlich empfohlen, schnellstmöglich heimzufahren. So einfach ist das aber eben nicht.
Viele Touristen sind schon weg, aber es sind auch noch viele da, Flüge nach Europa sind schon seit Tagen total überbucht, aber die meisten sind gestrichen. Eigentlich dachten wir, dass wir das aussitzen (denn in daheim in Deutschland sieht die Lage ja auch nicht rosig aus) und dann hoffentlich, wie geplant, im Juni zurückreisen können. Aber im Augenblick sieht da Ganze hier nicht sehr erfreulich aus und ob die Rechnung so aufginge, weiß der Himmel. Deswegen sind wir inzwischen in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eingetragen (Katharina sei Dank!) und haben uns sogar für das Rückholprogramm des Auswärtigen Amtes eingetragen. So hatten wir das nicht vor. Ob und wann wir tatsächlich ausgeflogen werden, weiß auch der Himmel. Wenn keine Campingplätze mehr zur Verfügung stehen, werden wir uns eben erstmal über AirBnB eine Unterkunft suchen, in den “Hausarrest” begeben und auf bessere Zeiten warten. Hurra. Heute vor fünf Monaten sind wir in unser Abenteuer aufgebrochen. Wahnsinn, was in dieser Zeit alles passiert ist…
Hier noch ein paar Lichtblicke der letzten Tage.



Oh je :-/
Haltet die Ohren steif, es ist wirklich egal, ob ihr hier oder dort interniert seid, ist so oder so nicht lustig.