Russell

Diesmal ein historischer Stopp im hübschen, kleinen Küstenort Russell, in dem James Cook als erster Europäer in Neuseeland gelandet ist. Von dem ehemals verrufenen Hafen – “Hellhole of the Pacific” – ist nichts mehr zu erahnen. Stattdessen ein kleines, touristisches Örtchen mit schöner, viktorianischer Strandpromenade.

Swinging

Wir fahren einen Campingplatz an, der damit wirbt, der neuseeländischen Vogelwelt einen Platz zu geben. Tatsächlich läuft neben Hühnern und Enten diverses anderes Viehzeug herum, was die Kinder zunächst entzückt, ebenso wie die Tatsache, dass es einen kleinen Pool gibt, wärmer und weniger salzig als das Meer. Das Entzücken über das Wildlife lässt allerdings relativ schnell nach, als wir abends grillen und wir uns zwischen Vogelschissen auf den Holzbänken und Boden einen Platz suchen müssen, der halbwegs sauber ist. Außerdem hat das Viehzeug natürlich im Nu mitbekommen, dass es da lecker Essen gibt und unter, neben, zwischen den Tischen und auch sonst überall kräht, quakt und gackert es. Und der Hahn auf dem Mist macht cockadoodledoo…

Nachdem uns das Federvieh am zweiten Tag schon gewaltig auf den Zeiger geht (ein eindeutiger Fall von “wildlife harrassment”, die Frühstücksbrösel werden quasi schon vor dem zu Boden fallen zwischen den Beinen aller Beteiligten verspeist) wechseln wir nach dem von den Kindern eingeforderten Poolgang die Campsite und fahren in den Top10 Holiday Park am anderen Ende von Russell, alles sauber, alles schön, kein Pool, aber dafür einen Spielplatz und ein paar andere Kinder im passenden Alter.

Carlotta findet ein herrenloses Einhorn im Pool

Nachdem Natalie, Carlotta, Benjamin und ich im Russell Museum diverse Segelschiffe, Haigebisse, Walknochen und alle möglichen Dinge zu James Cook erfahren haben, schlägt Ingo für den nächsten Tag einen Segeltörn auf einem alten Zweimaster vor. “Jaaa!” rufen sie alle…

Unser Schiff, Cook-Feeling
Carlotta und Ingo hängen in den Seilen
Ahoi

Für alle ist was dabei: Natalie und Carlotta (und der Papa auch) klettern was das Zeug hält, Moritz und Benjamin dürfen ans Steue und alle Kinder helfen beim Segel hissen und sind begeistert. Bei einer kleinen Insel machen wir Stopp: Die Crew bereitet das Mittagessen vor und wir erkunden die Insel. Die Begeisterung schwindet, man(n) muss laufen. “Ich kann nicht so weit laufen!!” sagt Benjamin beim Betreten des Strandes…

Waldelfen
Der Törn

Nach dem Mittagessen an Bord mit dem ersten richtig guten neuseeländischen Rotwein törnen wir noch ein wenig um die Inseln vor Russell und sind dann nachmittags wieder zurück und weiter geht es mit unserem Schiff.

Bei einem Besuch des Farmer Markets in Kerikeri, tauschen wir drei unserer Kinder gegen drei kleine Tiger, sicher auch nicht mehr Gekratze und Gefauche als bisher…

Die anschließende Raubtierfütterung findet am Fluss direkt neben Neuseelands ältesten erhaltenen Gebäude (komplett aus Stein erbaut, nicht, wie sonst üblich aus Holz), dem Stone Store, statt.

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